Wirtschaftsmediation

Mediation und Mediationsverfahren im Wirtschaftsrecht

Wirtschaftsmediation

Als Wirtschaftsmediation wird die Anwendung der Mediation im Rahmen gesellschaftsrechtlicher und wirtschaftlich motivierter Konfliktlagen definiert. Das Mediationsverfahren im Bereich des Handelsrechts und des Gesellschaftsrechts.

Auch in der Wirtschaftsmediation wird in den maßgeblichen Bereichen das 5-Phasen-Modell umgesetzt.

  • Auftragsklärung
  • Themensammlung
  • Positionen und Interessen
  • Zusammenstellung und Bewertung der Lösungsoptionen
  • Ausarbeitung der Absschlussvereinbarung
  • Umsetzung und ggfs. Beurkundung Abschlussvereinbarung

Anwendungsfelder der Wirtschaftsmediation

Die Wirtschaftsmediation findet in vielen Bereichen Anwendung. Einerseits als zwischenbetriebliche Mediation in der Konfliktlage zwischen Unternehmen, zB. bei Bauprojekten innerhalb einer Bau-ARGE oder entsprechend bei grenzüberschreitenden Vertragsbeziehungen.

Innerbetriebliche Anwendungen findet die Wirtschaftsmediation  daher begleitend bei Change-Management Prozessen oder im betriebsverfassungsrechtlichen Spannungsfeld. Bei Fusion und Sanierung (arbeitsrechtlich geprägte Mediation).

Die Mediation ist ein strukturiertes und freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes, bei dem unabhängig allparteiliche Dritte die Konfliktparteien in ihrem Lösungsprozess begleiten.

In der Mediation haben unternehmerische Interessen Priorität vor den juristischen Aspekten einer Konfliktlage. Selbstverständlich kann jedoch im Rahmen einer Mediation keiner der Beteiligten die Augen vor juristischen Standpunkten verschließen. Die juristische Einordnung der Position ist daher notwendige Wegbereitung für die Mediation.

Wirtschaftsmediation die Vorteile

Die Entscheidung bleibt bei den Beteiligten – und nicht bei einem Unbeteiligten, dem Richter. Mit der Mediation werden entsprechend zukunftsbezogene Lösungen geschaffen und gleichzeitig Ressourcen geschont. Mithin sind die effektive Kostenkontrolle und Kostenreduktion direkte Folge. Wichtiger Vorteil: Eine Mediation ist weniger zeitaufwändig als eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Instanzen. Denn die Beteiligten bestimmen deshalb auch selbst das Tempo – und nicht das Gericht. Entsprechend wird so kurzfristig Planungssicherheit erlangt.

Weiterer Vorteil ist, dass Inhalt und Umfang der Mediation von den Beteiligten frei bestimmt werden kann. Entsprechend können die Verhandlungs- und Lösungsansätze der Beteiligten auch zukunftsbezogen Klarheit schaffen. Dabei ändern sich oftmals die Sichtweisen der Parteien von der Bewältigung der Vergangenheit hin zu einer abgestimmten Handhabe und gemeinsamen Erfüllung von Aufgaben und Verpflichtung.

Die Mediation ist und bleibt selbstverständlich vertraulich. Inhalte der Konfliktlage werden nicht im Gerichtssaal diskutiert und damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement

Wir begleiten die anwaltliche Mediation. Präventiv beraten wir zur Systemgestaltung und Vermeidung von Konfliktlagen, sowie in der Krisen-Kommunikation.